BEITRAG • OPEN ACCESS • 03. August 2023 15:00 CET • 4 MIN

Die Renaissance des Begriffs "Open Access"

 
Seit dem verstärkten Ausbau der Glasfasernetze in Deutschland ist der Begriff Open Access wieder in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt. Es geht um die Frage, wie der Ausbau weiter beschleunigt werden kann.
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Doch was bedeutet „Open Access“ eigentlich?

„Open Access“ bedeutet vereinfacht gesagt, dass Infrastrukturanbieter, die über ein Glasfasernetz verfügen, anderen Anbietern Zugang zu ihrem Netz gewähren.

Dies ist jedoch keine allgemeingültige Definition. Vielmehr zeigt die aktuelle Diskussion, dass es kein einheitliches Begriffsverständnis gibt.

Einige wollen nur Netze mit sehr hoher Kapazität einbeziehen, andere auch herkömmliche Infrastrukturen. Eine weitere Diskussion betrifft die Frage, ob nur freiwillige oder auch regulierte Vorleistungen unter Open Access gefasst werden können. Schließlich besteht auch Uneinigkeit darüber, in welchem Umfang Vorleistungen angeboten werden müssen.

Fest steht damit, dass es in der Branche unterschiedliche Ausprägungen von „Open Access“ gibt. Diese erstrecken sich von „Open Access“ in Reinform, wie wir bei Vattenfall Eurofiber unsere Netze anbieten, bis hin zu „Pseudo-Open-Access“.  

Unbestritten sind hingegen die positiven betriebs- und volkswirtschaftlichen Effekte.

Die Öffnung von Glasfasernetzen führt zu einer schnelleren und besseren Auslastung der Infrastruktur und damit zu einem stabilen Geldfluss. Dies fördert Investitionen, die wiederum dem weiteren Ausbau zugutekommen.

Darüber hinaus trägt „Open Access“ dazu bei, einen Doppelausbau zu vermeiden, der in der Phase des Aufbaus einer flächendeckenden Infrastruktur volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Wenn Wettbewerber ihre Kunden mit der Infrastruktur eines Erstausbauers versorgen können, kann sich ihr Ausbau zunächst auf die noch nicht versorgten Gebiete konzentrieren.

Schließlich fördert es den Wettbewerb, wodurch Endkund:innen von einem Preis- und Dienstewettbewerb profitieren und die Regulierung durch die Bundesnetzagentur reduziert wird.

Wenn Du mehr über die Vorteile von Open Access, den regulatorischen Rahmen sowie den Stand und die Perspektiven in Deutschland erfahren möchtest, dann findest du unter folgendem Link den Beitrag “Open Access“ als Schlüssel für den beschleunigten Ausbau von Glasfasernetzen und Wettbewerb aus der Fachzeitschrift „Netzwirtschaften & Recht“.

Dort erfährst du auch, wie Ute Hindenlang, Director Legal und Public Affairs bei Vattenfall Eurofiber und Benedikt Kind, Rechtsanwalt beim BREKO Bundesverband den Begriff „Open Access“ definieren.

Quelle: Hindenlang/Kind, N&R, 3&4/23

 

Kontaktdaten für weitere Informationen:

Vattenfall Eurofiber
ute.hindenlang@vattenfall-eurofiber.com